Schon bald wird über die Neutralitätsinitiative abgestimmt
Es war eine gute Idee – wer immer sie auch hatte –, die Schweizer Neutralität in unserer Verfassung genauer zu definieren und besser zu schützen. Die pauschale Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland durch unseren Bundesrat hatte deutlich gemacht, dass die Schweiz zu sehr von anderen Mächten, konkret von der EU und von den USA, und auch zu sehr von den Banken abhängig war und ist. Über die daraus entstandene Initiative wird Ende September abgestimmt. Wenig überraschend wird aus finanziell starken Wirtschaftskreisen für ein Nein geworben, da man die guten Beziehungen zur US-dominierten Finanzwelt nicht beeinträchtigen möchte und vor allem auch in der Schweiz produzierte Rüstungsgüter in alle Welt exportieren dürfen will.
Es gibt zum Thema Neutralitätsinitiative ein interessantes und informatives Gespräch, das man sich hier als Video anschauen kann.
Man muss die vollständig wiedergegebene schriftliche Untertitel-Version im Video nicht lesen, sie ist voller Fehler!
Das 50-minütige Gespräch fand schon im März 2026 statt, also noch kurz bevor bekannt wurde, dass die Volksabstimmung jetzt schon am 27. September 2026 stattfindet. Umso wichtiger ist es, die Argumente, die für ein deutliches Ja zur Initiative sprechen, genau mitzubekommen.
Siehe dazu auch den Kommentar von Christian Müller nach der pauschalen Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland.