Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin und die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen in Brüssel (Photo Nicolas Tucat, AFP)

Leserbrief zur Einmischung der EU in die Schweizer Politik

(Red.) Der Zürcher „TagesAnzeiger“ berichtete am 11. September darüber, dass die EU vor einem Ja zu Neutralitätsinitiative warnt. Die Kooperation zwischen der EU und der Schweiz werde damit erschwert (siehe Zitat unten). Im Klartext: Die Schweiz würde dann nicht mehr automatisch tun können, was die EU vorgibt. Sanktionen gegen Russland zum Beispiel – die, man weiss es, vor allem der eigenen Wirtschaft gewaltig schaden – würden künftig nicht einfach automatisch mitübernommen. Doch diese Einmischung Brüssels in die Schweizer Politik kommt – zum Glück! – in der Schweiz nicht überall gut an. Hans Rickenbacher, Präsident der Gruppe Giardino, hat dazu einen Leserbrief geschrieben. (cm)

Mit ihrer unverhohlenen Warnung vor der Neutralitätsinitiative hat die EU-Bande in Brüssel endgültig die Maske fallen gelassen. Es ist das ewig gleiche Schauspiel: Wenn das Volk via Wahlzettel eine emanzipatorische Korrektur anstösst und aus dem globalistischen Gleichschritt ausschert, schlägt das nicht legitimierte Establishment um sich. Und das nennen diese Machtzirkel dann frech «Demokratie». 

Die EU ist kein Staat, sondern ein imperiales Konstrukt, das durch finanzielle Abhängigkeiten und willfährige Mitläufer funktioniert. Unserer Eidgenossenschaft ist sie zutiefst feindlich gesinnt. Während uns das Schauermärchen vom «Russen am Bodensee» aufgetischt wird, hält die EU in Brüssel – unter den Augen unseres schändlich schweigenden Bundesrates – den verdienten Schweizer Oberst a.D. und Militäranalysten Jacques Baud in politischer Geiselhaft. Seine Konten sind gesperrt, die Heimreise wird ihm verwehrt. Ein souveräner Bundesrat würde Stärke zeigen, Baud unverzüglich einen Diplomatenpass ausstellen und ihn mit dem Bundesratsjet heimholen! 

Dass Brüssel nun «Besorgnis» über die Neutralitätsinitiative äussert, spricht Bände. Gefeiert wird dort das kriecherische Versagen von Aussenminister Cassis, der uns integral den EU-Sanktionen unterworfen hat. Angeblich diene dies der «Geschlossenheit» – in Wahrheit ist es die Geschlossenheit für einen fatalen dritten Grosskrieg gegen die europäische Nation Russland. 

Mit moralisierenden Worthülsen wie «Strafmassnahmen» wird heute wieder Völkerhass geschürt. Schon Napoleon diffamierte die Russen als «Barbaren», Hitler später als «Untermenschen». Die Geschichte droht sich zu wiederholen. Die Annahme der Neutralitätsinitiative ist unsere historische Pflicht. Zeigen wir den Kriegsabenteurern in Brüssel unmissverständlich: Die Schweiz macht bei einem neuen europäischen Vernichtungskrieg nicht mit! 

Freundliche Grüsse 

Hans Rickenbacher
Präsident Gruppe Giardino
Postfach 
8887 Mels 

Zitat aus dem TagesAnzeiger:
„Deshalb nehme man die Neutralitätsinitiative «mit Besorgnis» zur Kenntnis: Eine Annahme würde es der Schweiz verunmöglichen, sich in Zukunft weiter EU– Strafmassnahmen gegen Russland anzuschliessen – und die gemeinsame Reaktion auf schwere Verstösse gegen das Völkerrecht stark einschränken.“

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